Braucht meine Organisation einen Podcast? Antwort: Es kommt darauf an. Will ich meine Mitarbeiter regelmäßig erreichen, indem ich Fach—und Führungsthemen besprechen (lassen) will? Möchte ich mich als attraktiver Arbeitgeber darstellen und Einblicke in den Betrieb liefern? Möchte ich Experten, Multiplikatoren und Kunden auf mich aufmerksam machen? - Wie auch immer: Nicht für jeden Zweck ist ein Podcast geeignet.
Nicht jeder, der ein Mikrofon einstöpseln kann, ist ein guter Podcaster. Und: Podcast ist nicht in erster Linie ein Vertriebsinstrument. Fazit: ohne gründliche Analyse, ohne Inhalts- und Distributionskonzept geht gar nichts. Und danach braucht man Geduld und Ausdauer, um Akzeptanz zu erzielen, um Feedback auszuwerten und die weiteren Inhalte zu entwickeln. In Deutschland werden um die 30 000 Podcasts angeboten. Sie erscheinen meist wöchentlich, andere nur einmal im Monat. - Warum sollte man einen Podcast überhaupt hören? Erstens aus Unterhaltungsgründen.
Das sind so genannte Laber-Podcasts, meist von Comedians (Spitzenreiter: „Gemisches Hack“ mit Felix Lobrecht und Tommi Schmitt) produziert. Daneben gibt es Podcasts zum politischen Tagesgeschehen („Apokalypse & Filterkaffee“ mit Micky Beisenherz et.al.) und natürlich Special Interest-Podcasts (Angeln, Segelfliegen etc.). Während das lineare Pop-Radio immer kürzere und immer nichtssagende Wortanteile bietet, können die nichtlinearen Podcasts lange Hörstrecken und inhaltlich enge Nischen bieten. Und man kann sie zwischendurch stoppen, und man kann die Abhörgeschwindigkeit ändern. Man kann sie downloaden, transkribieren und hören wann man will. Vorzugsweise im Auto, in der Bahn im Bus oder im Bett – als Gute Nacht- Geschichte.
Männer und Frauen hören gleichermaßen, am meisten werden Podcasts von der Zielgruppe zwischen 20 bis 45 genutzt. Eine professionelle Produktion mit einem Studio und technischer Unterstützung kann pro Episode zwischen 300 und 1.000 Euro kosten, abhängig von der Komplexität und Länge der Episoden. Für ein vollständig ausgelagertes Podcasting, inklusive Top-Equipment, professioneller Bearbeitung, Marketing und umfassendem Management, könnten die Kosten 1.000 Euro pro Episode überschreiten und bei langfristigen Projekten deutlich höher ausfallen.